Diabetes - süße Diagnose, bittere Wahrheit. Kardiovaskuläre Risiken bei Diabetikern.

Diabetes ist eine Krankheit, die durch eine Störung des Kohlenhydratstoffwechsels gekennzeichnet ist, die auf einer Störung der Sekretion oder der Wirkung von Insulin (einem von der Bauchspeicheldrüse produzierten Hormon) beruht, was wiederum zum Versagen zahlreicher Organe führt. Die häufigsten Formen von Diabetes sind Typ 1, Typ 2 und Schwangerschaftsdiabetes. Chronische Gefäßkomplikationen, die im Verlauf des Diabetes auftreten, sind eine der größten Herausforderungen der modernen Diabetologie.

cukrzyca - badanie poziomu cukruSüße Epidemie unserer Zeit
Die Häufigkeit von Diabetes hat in letzter Zeit pandemische Ausmaße angenommen. Bisherige Untersuchungen haben ergeben, dass es weltweit mehr als 180 Millionen Diabetiker gibt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat festgestellt, dass sich die Zahl der Diabetiker bis 2030 mehr als verdoppeln wird. In 95 % der Fälle leiden Diabetiker an Typ-2-Diabetes, dem so genannten insulinabhängigen Diabetes. Leider sind sich wahrscheinlich mindestens die Hälfte von ihnen ihrer Krankheit nicht bewusst. Der Hauptgrund für die Zunahme der Diabetesfälle ist paradoxerweise der Fortschritt der Zivilisation. Schätzungen zufolge wird die Zahl der Betroffenen in den hoch entwickelten Ländern in naher Zukunft von etwa 56 Millionen auf 81 Millionen und in den Entwicklungsländern von etwa 115 Millionen auf 285 Millionen ansteigen. Das Schlimmste für unsere Zivilisation ist die Tatsache, dass sich Diabetes heimlich und unmerklich entwickelt und daher sehr lange unentdeckt bleiben kann.

Herz in Gefahr!
In der modernen Kardiologie hat sich eine neue Disziplin herausgebildet: die Diabetokardiologie, die sich mit den Auswirkungen des Diabetes auf die Funktion des Herzens und des Herz-Kreislauf-Systems befasst und die Behandlung von Herzkomplikationen bei Diabetikern zum Gegenstand hat. Die kardialen Komplikationen des Diabetes betreffen vor allem die Degeneration der mittleren und großen Blutgefäße, die sich negativ auf den Gesundheitszustand und die Lebensqualität von Diabetikern auswirkt. Die oben erwähnten Komplikationen aus der Gruppe der so genannten Makroangiopathien sind die häufigste Todesursache bei Menschen mit Diabetes.

Diehäufigsten Ursachen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Diabetikern sind:
fettleibigkeit, d. h. BMI > 30
Bluthochdruck (Blutdruck > 140/190 mmHg)
Hypertriglyzeridämie (Triglyzeride > 150 mg/dl)
Hypercholesterinämie (LDL-Cholesterin > 115 mg/dl)

Stille
Herzkrankheit
Die ischämische Herzkrankheit tritt bei etwa ¼ der Patienten mit Diabetes auf und ist die häufigste Todesursache bei diesen Menschen (ca. 44 % der Fälle). Bei Diabetikern entwickelt sich die koronare Herzkrankheit viel schneller und hat einen viel schwereren Verlauf. In vielen Fällen kommt es zu Episoden einer so genannten stillen Ischämie.
Sie können durch eine Holter-Untersuchung oder andere Tests (Belastungstest, EKG oder Ultraschall, Echokardiographie oder Szintigraphie) festgestellt werden, die auf mehrere ischämische Herzvorfälle pro Tag hinweisen, die der Patient überhaupt nicht spürt. Diese können schließlich zu Herzrhythmusstörungen, einschließlich Herzkammerflimmern, führen.
In der Altersgruppe der 45- bis 74-Jährigen erhöht Diabetes das Risiko einer Herzinsuffizienz. Bei Männern steigt das Risiko um das Zweifache, bei Frauen sogar um das Fünffache! Die Therapie der koronaren Herzkrankheit ist bei Diabetikern komplexer als bei anderen Patientengruppen. Eine der ersten Aufgaben ist es, den Blutdruck auf einen Wert > 130/80 zu senken, da dies das Risiko von so genannten kardiovaskulären Zwischenfällen deutlich verringert.

Herzprobleme
Herzinfarkte treten bei Menschen mit Diabetes häufiger auf und sind ernster. Dies ist auf den hohen Glukosegehalt im Blut zurückzuführen, der die Anhäufung von atherosklerotischen Plaques in den Arterien fördert. Die Symptome, die Diagnose und die Behandlung des Myokardinfarkts bei Diabetikern unterscheiden sich jedoch völlig von denen anderer Patienten. Menschen mit Diabetes aufgrund einer Neuropathie können einen Herzinfarkt ohne Symptome erleiden. Die diabetische Neuropathie bedeutet eine verminderte Schmerzempfindung und betrifft einen großen Teil der Diabetiker. Sie erschwert die Diagnose eines Herzinfarkts erheblich und verzögert daher die Behandlung. Denn die Schmerzen in der Brust sind das Symptom, das den Patienten dazu veranlasst, einen Arzt aufzusuchen. Wenn der Schmerz nicht spürbar ist, geht der Patient nicht zum Arzt, und ein Herzinfarkt wird erst durch eine ärztliche Untersuchung - zum Beispiel ein EKG - diagnostiziert. Manchmal wird ein Herzinfarkt von anderen Symptomen begleitet: Benommenheit, Schwäche, Schmerzen im Nacken, in den Schultern oder im Bauch. Auch Kurzatmigkeit und Schweißausbrüche können auftreten - die typischsten Symptome eines Herzinfarkts.

Vorbeugen ist besser als heilen!
Die Prophylaxe von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist im Leben eines jeden Diabetikers von großer Bedeutung. Die kardiologische Diagnostik - Belastungstest, Stressechokardiographie, Perfusionsszintigraphie - ermöglicht eine genaue Beurteilung des Zustands der Herzkranzgefäße und hilft bei der rechtzeitigen Durchführung der Behandlung.

Bittere Folgen einer süßen Krankheit
Ein wichtiges Problem, das mit Diabetes einhergeht, sind Infektionen der Harn- und Geschlechtsorgane. Bei Diabetes ist die Verteidigungsfähigkeit des Organismus beeinträchtigt. Das Vorhandensein einer großen Menge an Glukose in Blut, Schweiß und Urin bietet Krankheitserregern hervorragende Entwicklungsbedingungen. Diabetiker sollten daher an eine aktive Prophylaxe denken, um den Organismus vor gefährlichen Infektionen zu schützen. Bei Diabetikern können Harnwegsinfektionen (UTIs) zu sehr ernsten Komplikationen und Nierenerkrankungen führen. Typische Symptome wie Brennen, Schmerzen beim Wasserlassen oder häufiger Harndrang sollten daher sofort einen Arztbesuch nach sich ziehen. Anschließend sind eine allgemeine Urinuntersuchung und eine Urinkultur erforderlich, deren Ergebnis Aufschluss über die Anzahl und Art der Bakterien sowie deren Empfindlichkeit gegenüber Antibiotika gibt. Die Behandlung besteht in der Verabreichung eines geeigneten Antibiotikums, wobei es wichtig ist, dass es sich um ein nierenverträgliches Medikament handelt. Antibiotika und Insulindosen schwächen die Schutzbarriere der weiblichen Vagina, indem sie ihr die nützlichen Laktobazillen entziehen. Um eine große Lactobacillus-Population und den sauren pH-Wert der Vagina aufrechtzuerhalten, ist es daher notwendig, gynäkologische Probiotika oral einzunehmen. Wir empfehlen LaciBios femina - ein Präparat mit aktiver Wirkung, das den Wiederaufbau des natürlichen Milieus des weiblichen Fortpflanzungstraktes unterstützt. LaciBios femina ergänzt und baut die z.B. durch Antibiotika zerstörte vaginale Mikroflora wirksam wieder auf und schützt sie vor neuen Erkrankungen. Jede Frau weiß sehr gut, dass Infektionen des Urogenitalsystems schwer zu heilen sind und häufig wiederkehren. Was sollten Sie also tun?
Denken Sie daran, viel zu trinken und Ihre Blase regelmäßig zu entleeren. Außerdem müssen Präparate mit standardisiertem Cranberry-Extrakt (ProUro) eingenommen werden, die unter anderem verhindern, dass sich E. coli-Bakterien in der Blase festsetzen. Diese Bakterien spielen die "Hauptrolle" bei UUM.

Und das Leben geht weiter
...
Diabetes ist nicht das Ende der Welt, wie viele von uns glauben. Es genügt, sich richtig zu pflegen und die Therapie mit aktiver Prävention zu verbinden.

Diehäufigsten Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Diabetikern sind:
ischämische Herzkrankheit,
Schlaganfall,
Myokardinfarkt,
Arteriosklerose der unteren Extremitäten.


Hinweis: Bei Diabetikern ist es neben der Blutzuckerkontrolle ebenso wichtig, den Blutdruck ständig zu kontrollieren (optimal ist < 120/80 mmHg), die Werte von Gesamtcholesterin, LDL, HDL und Triglyceriden zu kontrollieren und Übergewicht durch Förderung körperlicher Aktivität und gesunder Ernährung zu bekämpfen.


DasABC des Diabetes

- 366 Millionen Menschen werden bis 2030 an Diabetes leiden

- 3000-1500 v. Chr. die erste Beschreibung von Diabetes wurde auf einem ägyptischen Papyrus niedergeschrieben

- 200 mg/dl - wenn der zu irgendeinem Zeitpunkt des Tages gemessene Blutzuckerspiegel diesen Wert übersteigt, besteht der Verdacht auf Diabetes

- 80 % der Diabetiker haben Bluthochdruck und ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse

- Bei Diabetes hängen 50 % des Therapieerfolgs vom Patienten und seinem Wissen über seine Krankheit ab

- In der Altersgruppe der 45-74-Jährigen erhöht Diabetes das Risiko einer Herzinsuffizienz doppelt so hoch bei Männern und bis zu fünfmal so hoch bei Frauen

- 22% der Diabetiker haben eine Herzinsuffizienz

- Die WHO schätzt, dass 15 Millionen Menschen aufgrund von Diabeteskomplikationen ihr Augenlicht verloren haben

- 10% des weltweiten Gesundheitsbudgets werden für Diabetes und seine Komplikationen ausgegeben

- 5% der Menschen weltweit haben Diabetes

- 1 Kapsel des oralen gynäkologischen Probiotikums LaciBios femina pro Tag sorgt für die intime Gesundheit von Diabetikerinnen

Artikel aus der Zeitschrift Appetit auf Gesundheit Nr. 11 (Januar-Februar 2012)
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