"Du bist stark, stark – wir: das schwache Geschlecht" – sang Eugeniusz Bodo in dem berühmten Filmsong, der auch... Frau. In der Zwischenzeit, wenn Krankheit kommt, scheint diese traditionelle Unterscheidung zwischen starken Männern und schwachen Frauen zu bröckeln...

Autor: Małgorzata Mietkowska

Mein Redaktionskollege, ein Mann, schrieb: "Was Frauen sicherlich nicht verstehen können, ist ein kranker Mann." Darin steckt viel Wahrheit, obwohl wir Frauen männliche Krankheiten auf eine ganz andere Art und Weise betrachten. Es ist zum Gegenstand unzähliger Witze und Anekdoten geworden, und das nicht nur im Frauenkreis.

Wenn eine laufende Nase, Husten, ein subfebriler Zustand in den Augen der Männer in den Rang einer Katastrophe wachsen, reagieren Frauen am häufigsten mit Ungeduld. Ihrer Meinung nach übertreiben Männer ihre Symptome, sie können mit der Situation der Krankheit nicht fertig werden. "Schatz, ich habe Fieber!" Bis zu 37! Retten! – wir hören. Oder, mit einer ohnmächtigen Stimme: "Sonne, gib mir Wasser... Aus solchen Situationen entsteht eine Vielzahl von bösartigen Beschreibungen und Kommentaren. Darüber hinaus wird dies durch unser inneres Gefühl erleichtert, dass wir Frauen uns in einer ähnlichen Situation immer noch um das Haus kümmern, die Kinder zur Schule schicken, Abendessen kochen und so weiter und so fort. Wir – tapfer, standhaft, sie – mögen launische Kinder, die ständige Fürsorge und Fürsorge benötigen. Wir behandeln diesen Zustand des Zusammenbruchs der männlichen Krankheit als eine weitere, zusätzliche Pflicht, die auf unseren Schultern liegt, und dieser Eintritt in die Rolle einer Pflegekraft und Krankenschwester bereitet uns nicht unbedingt Freude.

Mamas Sohn Nicht ohne Grund wurde der Begriff "Schwiegermutter" geschaffen, der sich m.in auf Männer bezieht, die überempfindlich auf ihre Gesundheit reagieren, über sich selbst nachdenken und nicht unabhängig sind. Dies ist das Ergebnis der traditionellen Erziehung, eines patriarchalischen Modells der Familie, in dem der Mann eine dominante Rolle spielen soll. Frauen kümmern sich jedoch um die Erziehung – Großmütter, Mütter und Schwestern kümmern sich um die Jungen in der Familie und gewöhnen sie an diese Fürsorge und Fürsorge. Und dann in das Erwachsenenleben treten Männer ein, die nicht an die Bewältigung von Gesundheitsproblemen angepasst sind.

Jungen weinen
 nicht Trotz der Veränderungen in den Bräuchen und Sozialen, mehr als hundert Jahre des Kampfes der Frauen gegen das patriarchalische System, sind diese Stereotypen immer noch in unserem Leben präsent. Ein Mann muss energisch, zäh, stark und unzerstörbar sein ("Jungen weinen nicht"), und eine Frau sollte eine Gesundheitsexpertin sein und sich um die Kranken kümmern. Wenn es also in der männlichen Welt keinen Platz für Schwäche oder sogar vorübergehende Behinderung gibt, wird die Krankheit zu einem echten Problem. Es ist oft mit einer Krise des Selbstwertgefühls und der männlichen Identität verbunden. Es gibt einen Konflikt zwischen der Rolle eines Mannes und der Rolle eines kranken Menschen. Von großer Bedeutung ist auch die Unfähigkeit, mit anderen Menschen über die eigenen Beschwerden zu sprechen. Vielleicht ist das der Grund, warum manchmal übermäßige, unzureichende Reaktionen auf Unwohlsein geboren werden.

Weiblicher Guide  Männer behandeln die Krankheit oft als eine Katastrophe, nicht als ein Problem, das gelöst werden muss. Natürlich geht es hier nicht nur um die Grippe, sondern um alle Krankheiten, auch um schwere. Sie gehen nicht zum Arzt, zögern, Drogen zu nehmen, unterziehen sich keinen Vorsorgeuntersuchungen. Wenn sie sich um ihre Gesundheit kümmern, konzentrieren sie sich auf körperliche Fitness, Körperbau, Sport usw. Und hier kommen wir, die Pflegekräfte und Krankenschwestern, ins Spiel, schicken den Apotheker, den Arzt, um Rat und wachen über die Einnahme von Medikamenten. Wir übernehmen Verantwortung für die Gesundheit von Männern, indem wir unser Verhalten in ein etabliertes Muster einschreiben.

Schwacher Sex?  Nach bestimmten Mustern erzogen, duplizieren wir sie oft unbewusst. In der Zwischenzeit brauchen wir eine Abkehr von etablierten Stereotypen. Diese kulturellen Veränderungen finden bereits statt und verwischen die Grenzen zwischen Verhaltensweisen, die als typisch männlich oder weiblich gelten. Und da laut Statistik Frauen mehr krank werden, aber länger leben als Männer, ist es von großer Bedeutung, gesundheitsfördernde Prophylaxemuster bei Männern zu fördern. Wenn Ihr Partner also krank wird, zeigen Sie viel Empathie. Sei ein Partner, kein Kindermädchen. Und dann denken Sie gemeinsam darüber nach, welche gesundheitsfördernden Maßnahmen Sie für Sie beide ergreifen sollten.


Laut Psychologin Maria Rotkiel, Psychologin : Ein Mann, wenn er krank wird, lenkt unsere Aufmerksamkeit wirklich darauf, wie sehr er Zärtlichkeit und Fürsorge braucht.

 

Artikel aus der Zeitschrift Fashion for Health Nr. 01 2013
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